Autor: Logistik Journal Redaktion

Wer günstig in China oder anderen Nicht-EU-Staaten bestellt, kennt den Status zur Genüge: Die Sendungsverfolgung meldet „Germany Sorting Center“, doch das Paket lässt auf sich warten. Viele Empfänger vermuten hinter diesem Begriff ein konkretes Gebäude oder eine Postfiliale in ihrer Nachbarschaft, was jedoch ein Trugschluss ist. Tatsächlich handelt es sich um einen generischen Platzhalter-Begriff der internationalen Logistik, der oft für Verwirrung und Ungeduld sorgt. Das Wichtigste in Kürze Der Begriff bezeichnet kein spezifisches Gebäude, sondern meist das erste Import-Paketzentrum (oft am Flughafen Frankfurt) oder eine Zollübergabestelle. Sendungen verbleiben hier oft mehrere Tage bis Wochen, da in diesem Schritt die zollrechtliche…

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Ein beschädigtes Palettenregal ist selten nur ein optisches Ärgernis, sondern oft eine tickende Zeitbombe im Lageralltag. Wenn tonnenschwere Lasten durch Materialermüdung oder Staplerunfälle ins Rutschen geraten, stehen nicht nur hohe Sachwerte, sondern Menschenleben auf dem Spiel. Die gesetzlichen Vorgaben zur Regalprüfung wirken auf den ersten Blick bürokratisch komplex, folgen aber einer klaren Logik: Risiken frühzeitig erkennen, bevor die Statik versagt. Das Wichtigste in Kürze Regalprüfungen basieren auf der europäischen Norm DIN EN 15635 sowie der deutschen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Unternehmen müssen zwei Intervalle einhalten: eine wöchentliche Sichtkontrolle durch interne Mitarbeiter und eine jährliche Experteninspektion. Beschädigungen werden nach einem Ampelsystem (Grün, Orange,…

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Leere Laderampen, stehende Lkw und verzögerte Lieferketten sind längst keine reinen Krisensymptome mehr, sondern für viele Speditionen und Logistikdienstleister bittere Realität. Der Mangel an qualifiziertem Personal trifft die Branche härter als die meisten anderen Wirtschaftszweige, da hier der demografische Wandel auf ein stetig wachsendes Sendungsvolumen prallt. Wer heute noch glaubt, dass sich das Problem mit einer klassischen Stellenanzeige und etwas Geduld von selbst löst, riskiert mittelfristig die Handlungsfähigkeit seines Unternehmens. Das Wichtigste in Kürze Der Personalmangel ist strukturell bedingt und wird sich durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Erfolgreiche Gegenstrategien kombinieren technologische Entlastung, niederschwellige Recruiting-Prozesse…

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Für Logistikunternehmen, Speditionen und Handwerksbetriebe ist das Jahr 2025 das erste vollständige Kalenderjahr, in dem die tiefgreifenden Änderungen der LKW-Maut voll durchschlagen. Die Zeiten, in denen lediglich das Gewicht und die Anzahl der Achsen den Preis bestimmten, sind vorbei; mittlerweile hat sich die Maut zu einem komplexen Instrument der Klimapolitik gewandelt. Wer seine Flotte nicht präzise analysiert und die administrativen Hürden unterschätzt, riskiert massive Kostensteigerungen, die weit über die reinen Kilometergebühren hinausgehen. Das Wichtigste in Kürze CO2-Aufschlag dominiert: Die Einordnung in CO2-Emissionsklassen (1 bis 5) ist der größte Hebel für die Mauthöhe; ohne Nachweis landen Fahrzeuge automatisch in der teuersten…

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Die Logistikbranche steht unter permanentem Druck: Steigende Frachtkosten, Fahrermangel und der Anspruch der Kunden auf Echtzeit-Transparenz zwingen Unternehmen zum Handeln. Wer heute noch komplexe Tourenpläne in Excel-Tabellen pflegt oder Frachtrechnungen manuell prüft, verliert nicht nur Zeit, sondern bares Geld. Ein Transport Management System (TMS) verspricht Abhilfe, doch der Markt ist unübersichtlich und die Spanne reicht von einfachen Cloud-Tools bis hin zu mächtigen Enterprise-Lösungen. Die falsche Wahl kann Prozesse eher lähmen als beschleunigen, weshalb eine fundierte Bedarfsanalyse vor der ersten Software-Demo stehen muss. Das Wichtigste in Kürze Zielgruppe klären: Verlader benötigen Funktionen für Frachteinkauf und Rechnungsprüfung, während Spediteure den Fokus auf…

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Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) klingt zunächst nach einem bürokratischen Ungetüm, das nur Großkonzerne betrifft. Doch die Realität im Mittelstand sieht anders aus: Plötzlich landen umfangreiche Fragebögen von Kunden im Posteingang, Vertragszusätze fordern Garantien zu Menschenrechten, und der Einkauf soll Lieferanten am anderen Ende der Welt durchleuchten. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) rutschen durch die Hintertür in die Haftung, ohne direkt vom Gesetz adressiert zu sein. Das Wichtigste in Kürze Indirekte Betroffenheit: Auch wenn Sie weniger als 1.000 Mitarbeitende haben, geben Großkunden ihre gesetzlichen Pflichten vertraglich an Sie weiter. Bemühen statt Garantie: Das Gesetz fordert keine garantiert saubere Lieferkette, sondern nachweisbare…

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In der Welt der Logistik und des E-Commerce sind kryptische Kürzel auf Kontoauszügen keine Seltenheit. Doch kaum ein Buchungstext sorgt bei Buchhaltern und Unternehmern für so viel Verwirrung wie „ISE Return Infinite“. Oft erscheint dieser Text bei Lastschrifteinzügen, ohne dass auf den ersten Blick ein konkreter Dienstleister oder eine Bestellung zuzuordnen ist. In Foren und Finanzportalen häufen sich die Fragen nach der Seriosität dieser Abbuchungen. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch kein Betrug, sondern ein standardisierter Abrechnungsprozess eines der größten Logistikplayer Deutschlands, der lediglich durch seine Benennung für Irritationen sorgt. Das Wichtigste in Kürze: Wer steckt hinter der Bezeichnung? Die Abkürzung…

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Wer im E-Commerce erfolgreich sein will, schaut oft zuerst auf den Umsatz und die Conversion Rate. Doch in den Lagerhallen und Finanzabteilungen vieler Onlinehändler zeigt sich ein anderes Bild: Die Retoure ist der stille Margenkiller. In Branchen wie Fashion sind Rücksendequoten von 50 Prozent keine Seltenheit, sondern kalkulierte Realität. Das Problem dabei ist nicht nur der entgangene Umsatz, sondern vor allem die Prozesskosten, die eine Rücksendung verursacht. Ein retournierter Artikel durchläuft oft einen aufwendigeren Weg als ein neu verkaufter: Er muss vereinnahmt, geprüft, aufbereitet und neu eingebucht werden. Wer hier nicht effizient arbeitet, zahlt bei jedem Paket drauf. Das Wichtigste…

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Der Fachkräftemangel auf dem Staplersitz und steigende Lohnkosten zwingen Logistikleiter und Geschäftsführer dazu, über Alternativen nachzudenken. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) versprechen Abhilfe: Sie arbeiten rund um die Uhr, melden sich nicht krank und verursachen seltener Anfahrschäden. Doch der Blick auf das initiale Investitionsvolumen sorgt oft für Ernüchterung. Wer die Rentabilität einer Automatisierungslösung bewerten will, darf nicht nur den Preis des Fahrzeugs gegen das Jahresgehalt eines Staplerfahrers rechnen. Eine realistische Betrachtung der „Total Cost of Ownership“ (TCO) erfordert eine tiefere Analyse von Infrastruktur, IT-Integration und Prozessanpassungen. Das Wichtigste in Kürze Schichtmodell als Hauptfaktor: Die Amortisation beschleunigt sich drastisch im Zwei- oder Dreischichtbetrieb,…

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Wer Waren über Grenzen hinweg bewegt, verlässt sich selten auf Handschlagqualitäten allein. Im internationalen, aber auch im nationalen Handel bilden die Incoterms (International Commercial Terms) das Rückgrat der Vertragsgestaltung. Seit dem 1. Januar 2020 gelten die aktualisierten Regeln der Internationalen Handelskammer (ICC). Für Logistikleiter und Einkäufer sind diese drei Buchstaben weit mehr als juristische Feinheiten: Sie definieren exakt, wer den Frachtraum bucht, wer die Versicherung zahlt und – vielleicht am wichtigsten – an welchem geografischen Punkt das Risiko für Verlust oder Beschädigung vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Ein falscher Term in der Bestellung kann im Schadensfall oder bei der…

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