Autor: Logistik Journal Redaktion

Der Weg eines Produkts vom Rohstoff bis zum Endverbraucher gleicht oft einer Reise durch den Nebel. Papierdokumente werden abgestempelt und gefaxt, E-Mails gehen verloren, und digitale Systeme verschiedener Logistiker sprechen nicht dieselbe Sprache. Wenn ein Container mit Avocados verdorben ankommt oder ein Bauteil als Fälschung identifiziert wird, beginnt meist ein langes Fingerzeigen zwischen den Akteuren. Die Blockchain-Technologie verspricht hier eine Lösung, die nicht auf Vertrauen, sondern auf mathematischer Gewissheit basiert: ein dezentrales, manipulationssicheres Kassenbuch für die gesamte Lieferkette. Das Wichtigste in Kürze Die Blockchain schafft eine „Single Source of Truth“, bei der alle Partner denselben unveränderbaren Datenstand sehen, ohne dass…

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Ein überfüllter Wareneingang ist oft der größte Flaschenhals in der gesamten Lieferkette: Lkw stauen sich auf dem Hof, Paletten blockieren die Wege und dringend benötigte Artikel sind im System noch nicht sichtbar, obwohl sie physisch längst im Lager stehen. Die Optimierung dieser Zone erfordert keine teuren Roboter, sondern klare Prozesse, Disziplin bei der Datenübermittlung und eine logische Flächennutzung. Wer den Wareneingang beschleunigt, senkt nicht nur Lagerkosten, sondern erhöht direkt die Verfügbarkeit für den Vertrieb oder die Produktion. Das Wichtigste in Kürze Vorankündigung ist Pflicht: Ohne digitales Lieferavis (ASN) wissen Lagerteams nicht, welche Ressourcen für Entladung und Prüfung nötig sind. Prozesse…

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Wer Waren über internationale Grenzen bewegt, kommt an der Zolltarifnummer nicht vorbei. Diese acht- bis elfstellige Ziffernfolge ist weit mehr als bürokratische Pflichtübung: Sie entscheidet über die Höhe der Einfuhrabgaben, erforderliche Genehmigungen und mögliche Embargos. Eine falsche Einreihung führt schnell zu jahrelangen Nachzahlungen oder blockierten Containern im Hafen. Das Wichtigste in Kürze Die Zolltarifnummer (auch HS-Code oder Warennummer) definiert weltweit einheitlich, um welches Produkt es sich handelt, und bestimmt die Abgabenlast. Der Prozess der Einreihung folgt einer strengen Logik vom Groben (Kapitel) ins Detail (Unterposition), wobei Anmerkungen zu den Kapiteln rechtlich bindend sind. Bei komplexen oder gemischten Produkten hilft im…

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Der Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge ist für Speditionen und Logistiker längst keine reine Imagefrage mehr, sondern knallhartes Kalkül. Während die CO2-Bepreisung und die neue Lkw-Maut Diesel-Flotten wirtschaftlich unter Druck setzen, bleiben die Anschaffungskosten für Batterie- oder Brennstoffzellen-LKW extrem hoch. Das zentrale Instrument des Bundes, um diese Lücke zu schließen, ist die „Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen“ (KsNI). Doch das Verfahren ist bürokratisch anspruchsvoll und die Haushaltslage volatil. Das Wichtigste in Kürze Hohe Förderquote: Das KsNI-Programm übernimmt bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem Diesel-Lkw. Eiserne Regel: Sie dürfen den Kaufvertrag erst unterschreiben, wenn…

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Lange Zeit galt in der Logistik und im Einkauf vor allem ein Mantra: Kosten senken, Lagerbestände minimieren und Just-in-Time liefern. Die globalen Krisen der letzten Jahre – von Pandemien über geopolitische Spannungen bis hin zu blockierten Handelsrouten – haben jedoch schmerzhaft gezeigt, wie fragil dieses auf reine Effizienz getrimmte System ist. Wenn ein fehlendes Bauteil im Wert von wenigen Cent eine ganze Produktionslinie zum Stillstand bringt, wird schnell klar, dass Einsparungen an der falschen Stelle teuer zu stehen kommen. Das Wichtigste in Kürze Diversifizierung ist Pflicht: Verlassen Sie sich bei kritischen Komponenten niemals auf nur einen Lieferanten oder eine einzige…

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Die Wahl des richtigen Lagersystems entscheidet maßgeblich über die Effizienz Ihrer Logistikprozesse und die laufenden Betriebskosten. Werden kleinteilige Waren in riesigen Palettenregalen gelagert, verschwenden Sie wertvollen Raum; müssen schwere Lasten mühsam per Hand aus Fachböden gehoben werden, leiden Ergonomie und Umschlaggeschwindigkeit. Oft ist nicht die Frage, welches System „besser“ ist, sondern an welcher Stelle im Materialfluss welche Lösung ihre physikalischen und wirtschaftlichen Vorteile ausspielt. Das Wichtigste in Kürze Fachbodenregale eignen sich ideal für die manuelle Kommissionierung von losen Kleinteilen, Kartons und Waren mit geringem bis mittlerem Gewicht. Palettenregale sind zwingend erforderlich, sobald Waren auf Ladungsträgern wie Europaletten angeliefert werden und…

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Wer im E-Commerce wächst, stößt in der Logistik schnell an Grenzen: Spätestens wenn das tägliche Paketvolumen steigt, wird das manuelle Hin- und Herwechseln zwischen den Portalen verschiedener Dienstleister zur Bremse. Händler stehen dann oft vor der Wahl, sich entweder abhängig von einem einzigen Paketdienst zu machen oder eine komplexe IT-Landschaft zu verwalten. Die Lösung für dieses Dilemma ist Multi-Carrier-Versandsoftware, die als neutrale Middleware zwischen Ihrem Lager und den großen Logistikern wie DHL, UPS, DPD oder Hermes fungiert. Das Wichtigste in Kürze Multi-Carrier-Software bündelt verschiedene Paketdienste (KEP-Dienste) auf einer einzigen Plattform und automatisiert den Labeldruck direkt aus dem Shopsystem oder ERP.…

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Wer Waren oder Material auf deutschen Straßen transportiert, bewegt sich in einem strengen physikalischen und rechtlichen Rahmen. Wenn bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver die Ladung verrutscht, drohen nicht nur Sachschäden und Bußgelder, sondern im schlimmsten Fall schwere Unfälle. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) fordert in § 22 lediglich, dass die Ladung so verstaut sein muss, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann. Wie das technisch genau zu bewerkstelligen ist, lässt das Gesetz offen – und genau hier greift die VDI-Richtlinie 2700. Das Wichtigste in Kürze Die VDI 2700 gilt vor Gericht und bei Kontrollen…

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In der modernen Logistik gilt Lagerfläche als einer der teuersten Faktoren, weshalb Unternehmen ständig nach Wegen suchen, Bestände zu minimieren und Durchlaufzeiten zu beschleunigen. Cross-Docking (zu Deutsch etwa „Kreuzverkupplung“) ist hierbei ein zentraler Hebel: Anstatt Ware anzunehmen, einzulagern, zu kommissionieren und später wieder zu versenden, wird sie quasi direkt von der Laderampe des Wareneingangs auf die Rampe des Warenausgangs weitergeleitet. Dieses Verfahren verwandelt das klassische Lagerhaus in einen reinen Umschlagplatz, was Prozesse beschleunigt, aber auch deutlich höhere Anforderungen an die Planungssicherheit stellt. Das Wichtigste in Kürze Minimale Lagerhaltung: Beim Cross-Docking entfallen Einlagerung und Kommissionierung weitgehend, da Waren direkt vom Wareneingang…

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In vielen Dispositionsbüros herrscht noch immer das organisierte Chaos: Telefone klingeln, Excel-Tabellen werden hektisch aktualisiert und Disponenten verlassen sich oft auf ihr langjähriges Bauchgefühl, um komplexe Touren zusammenzustellen. Doch der Druck durch steigende Kosten, Fahrermangel und enge Zeitfenster wächst stetig, wodurch rein manuelle Planungen an ihre Grenzen stoßen. Hier übernimmt zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) das Steuer, nicht um den Menschen zu ersetzen, sondern um die mathematische Komplexität der Logistik beherrschbar zu machen. Das Wichtigste in Kürze Effizienzsprung: Algorithmen berechnen in Sekunden Millionen von Touren-Kombinationen, die ein Mensch manuell nicht erfassen kann, und reduzieren so Leerkilometer und Kraftstoffverbrauch. Echtzeit-Anpassung: Moderne Systeme…

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